… ist das Sammeln von Johanniskrautblüten
und wenn man beim Sammeln keine Handschuhe trägt, sehen die Finger so aus:
aber ich finde, es lohnt sich:
v.l.n.r.
- 1. Zug auf Alaun KB
- 1. Zug ohne Vorbeize
- 2. Zug ohne Vorbeize
- 3. Zug ohne Vorbeize
- 4. Zug ohne Vorbeize
- 5. Zug auf Alaun KB/ Zugabe von Essig
- 6. Zug ohne Vorbeize/ Zugabe von Essig
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die ausprobiert werden wollen, dass ich mit dem Dokumentieren kaum hinterher komme … deshalb nur ein paar Bilder von Färbungen, die ich bereits im Mai durchgeführt habe …
Sauerampfer


Schachtelhalm


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nachdem ich neulich angefangen hatte, das erste Mal die von mir pflanzengefärbte Sockenwolle zu verstricken und von dem
Ergebnis ganz angetan war, habe ich weiter auf diesem Gebiet experimentiert und verschiedene
Tauchfärbungen durchgeführt:
in der oberen Reihe: die Weiterentwicklung der enttäuschenden
Eukalyptusfärbungen … darunter eine Färbung auf der Basis von Rhabarberblättern … und die Farben des Knäuels links entstanden aus Rhabarber- und Goldrutenblättern …
Sockenwolle 75% Merino, 25% Polyamid superwash
LL 210m/50g
Nadelstärke 2 – 2,5
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ich erwähnte ja schon, dass ich zur Zeit noch im Besitz von
Jenny Deans “Wild Colour” bin … leider werde ich wohl demnächst das Buch wieder an die Eigentümerin zurück geben müssen … ich liiiiebe dieses Buch, weil es für mich das umfassendste und informativste Färbebuch ist, das ich je in der Hand gehabt habe … leider ist es vergriffen … heute nun fand ich diesen
Artikel bei Jenny, in dem sie beschreibt, wie sie – bisher leider erfolglos – versucht hat, ihren Verleger zu einer Neuauflage zu überreden … sie bittet um Unterstützung in Form von e-mails an den Verleger …
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… normalerweise färbe ich ja mit Pflanzen aus meinem eigenen Garten oder solchen, die ich in meiner näheren Umgebung gesammelt habe … auf den Färbeversuch mit verschiedenen Eukalyptusblättern trifft nur das “selbst gesammelt” zu … es handelt sich zum einen um Blätter, die ich im Urlaub auf Teneriffa gesammelt hatte, zum anderen um zwei verschiedene Sorten vom Floristen, die gerne zur Auflockerung von gebundenen Blumensträußen verwendet werden … alle 3 Arten getrocknet und schon mehrere Jahre alt …
… ich hatte ziemlich hohe Erwartungen an diesen Versuch, hatte ich doch wunderschöne
Ergebnisse z.B. hier oder
hier auf ungebeizter Wolle gesehen … und auch meine Farbauszüge waren sehr vielversprechend … das Ergebnis war dann eher enttäuschend:
… ich vermute, dass entweder die Blätter zu alt waren oder ich einfach zuwenig Färbematerial im Verhältnis zum Wollgewicht hatte …
jedenfalls ist mir das Ergebnis zu langweilig … und so hängen die Stränge schon wieder teilweise im Färbetopf, dieses Mal in einem Kaltauszug von grünen Walnussschalen …
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… mit 5 Nadeln gleichzeitig zu hantieren … solange sie gerade sind … bei Rundstricknadeln reduziert sich die Anzahl der simultan von mir beherrschbaren Exemplare jedoch drastisch …
habe ich es noch geschafft, für meine
pomme de pin toe-up Socken Judys Magic Cast On hinzubekommen, bin ich beim Abketten schier verzweifelt … da die Socken von unten nach oben – also von den Zehen bis zum Bündchen – gestrickt werden, musste eine Abkett- Methode her, bei der der Rand schön dehnbar ist … normales Abketten fiel deshalb schon ‘mal aus … im Internet fand ich viele
Vorschläge, einen elastischen Abschluss zu erzeugen … unter anderem auch den
tubular bind off … nachdem ich das System durchschaut und den Kampf mit den beiden ständig im Weg hängenden Rundstricknadeln gewonnen hatte, zeigte sich, dass ich irgendeinen Fehler gemacht haben musste, denn das Ganze sah zwar schön aus, war aber nicht so elastisch wie ich es hätte haben wollen … also: zurück auf Null, was sich als nicht so einfach erwies, denn “eben ‘mal schnell” aufribbeln geht bei dieser Methode nicht … man muss Schlaufe für Schlaufe wieder aufziehen … nun gut: dann also der
fake tubular bind off, der mir von der Optik her sogar besser gefiel als der
real tubular bind off … inzwischen hatte meine Aufnahmefähigkeit jedoch schon so stark gelitten, dass ich bereits an Schritt 1 scheiterte und keine Lust mehr hatte, mich in das Verfahren hinein zu denken … schliesslich bin ich beim guten alten
sewn casting off von
Elizabeth Zimmermann gelandet … das ist zwar auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber für den Anfang schon ganz brauchbar … und vielleicht brauche ich auch einfach nur ein bißchen Übung …

ich habe zwar erst eine Socke fertig, aber ich musste meinen Frust einfach ‘mal loswerden … das Sockengarn ist – wie ihr vielleicht schon bemerkt habt – die Knotenfärbung aus dem vorigen Beitrag …
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… habe ich diesen vorgebeizten Sockenwollstrang (100g) nach einem ersten Färbebad in einem Mix aus Rhododendronbätter- und Irisblütensud, ihn dann in Goldrutenblättersud mit Eisenessigzusatz erhitzt, einen zweiten Knoten gemacht und das Ganze in den gesammelten Resten vom Frühstückskaffee übergefärbt … wie man vielleicht erkennen kann, handelt es sich um eine Spontan-Aktion der Art “was habe ich noch da?” bzw. “was muss noch weg?”, denn bei den Farbbädern kamen ausschließlich Überbleibsel von früheren Färbeaktionen zum Einsatz … (was wieder einmal beweist: ich kann einfach nichts wegwerfen …)
Ebenso wie die
Tie-Dye-Technik, die ursprüglich auf Stoffen angewendet wurde und mit deren Hilfe Anfang der 70er Jahre ungezählte T-Shirts modisch aufgepeppt wurden (man nannte das damals fälschlicherweise
Batik) gehört diese Färbetechnik zu den sogenannten
Reservierungsverfahren, bei denen durch Präparieren bestimmter Bereiche (abbinden, verknoten u.a.) verhindert wird, dass Farbe an diesen Stellen eindringen kann.
Ich habe auch schon Pläne für die Verarbeitung dieses Stranges, aber davon später mehr …
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… fand ich meinen fertigen Habu-Schal in der von mir gewählten Farbe Grau …

… also habe ich ihn kurzerhand in den Färbetopf gesteckt …

… und ihn mit Seidenmalfarben ein bißchen aufgepeppt:

… jetzt finde ich ihn richtig fetzig …
Material: in diesem Artikel beschrieben
Verbrauch: 1 Kone
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… nein, nicht Makramee oder Korbflechten (obwohl ich letzteres gerne noch lernen würde ….),hier geht es natürlich um das
Färben mit Flechten …genauer gesagt: um die Vorbereitungen zum Färben, um die Gewinnung des Farbstoffes …
… aber von Anfang an:
nachdem im Frühjahr meine Obstbäume beschnitten worden waren, hatte ich nicht nur jede Menge Obstbaumrinde zum Färben, sondern auch verschiedene Flechten, die ich von den Ästen absammeln konnte. Von zwei Sorten hatte ich genug Material, um einen Versuch zu beginnen:

Leider bin ich, was Flechten betrifft, (noch) völlig ahnungslos, deshalb weiß ich nicht, um welche Arten es sich handelt … vielleicht kann jemand von euch weiter helfen … ?
Beide Sorten habe ich jeweils in einem verschließbaren Glas mit Wasser und Ammoniak im Verhältnis 2:1 angesetzt und eine Zeit lang ziehen lassen. 1 Woche später war schon Farbe extrahiert worden und das Ganze sah so aus (links die gelben, rechts die grauen Flechten):

weitere 4 Wochen später ist die Farbe schon so dunkel geworden, dass man nicht mehr hindurchsehen kann:

Wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass der Farbauszug aus den gelben Flechten (links) etwas rötlicher ist als der aus den grauen Flechten, der einen braun-roten Einschlag hat.

nebenbei gefragt: hat jemand einen Tipp für mich, wie man Gläser fotografieren kann, ohne die störenden Spiegelungen im Glas?
Ich werde die Flechten weiter vor sich hin ziehen lassen und die Gläser täglich mehrmals kräftig schütteln … in der Naturfärbergruppe bei Ravelry (nach Anmeldung) wird dazu geraten, die Ansätze mindestens 3 Monate stehen zu lassen …
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ein anderes Färbeverfahren mit Waidblättern kommt ohne den Einsatz von Chemikalien und Hitze aus … auch hier geht es um die Blätter von zweijährigem Waid, die ich in diesem Fall mit Wasser übergossen und mit dem Pürierstab geschreddert habe. Die dunkelgrüne Flüssigkeit habe ich gefiltert und die Blätter beiseite gestellt.
Auch diese Methode funktioniert nach dem Verfahren: Wolle einlegen, einige Zeit ziehen lassen, an der Luft verblauen lassen … und auch hier vertieft sich der Farbton mit jedem weiteren Zug … der Strang ganz rechts wurde mit Rhabarberblättern vorgebeizt:
Für die folgenden Ergebnisse habe ich den benutzten Farbsud weiter verwendet, mehrere Probestränge eingelegt und das Ganze zusammen erhitzt. Interessant fand ich dabei, dass sich die dunkelgrüne Farbbrühe bei ca. 60°C zu einer gelben Flüssigkeit klärte …
zuletzt habe ich dann – um auch das Letzte an Farbe heraus zu holen – die beiseite gestellten Blätter ausgekocht und mit dem schwachen Sud einmal auf Alaun- und einmal auf Rhabarberblättervorbeize gefärbt:
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