3.Juli 2008
in den letzten Jahren hatte ich im Herbst immer die abgefallenen Blätter meines erst ein paar Jahre alten Walnussbaumes aufgesammelt und getrocknet (man weiß ja nie, wozu man die noch einmal gebrauchen kann .. ) und jetzt vor ein paar Wochen war ein Zweig vom Sturm abgebrochen worden und die Blätter vertrocknet. Beides zusammen habe ich zerkleinert und eine Nacht in Regenwasser eingeweicht
… ich hatte eigentlich wenig Hoffnung, dass sich ein sehenswertes Ergebnis zeigen würde, denn ich hatte gedacht, dass den Blättern, die im Herbst von den Bäumen fallen, alle Säfte und Inhaltsstoffe entzogen seien … umso überraschter war ich, dass die Färbung selbst auf ungebeizter Wolle erfolgreich war …

von links nach rechts:
1) auf Alaunkaltbeize
2) ohne Vorbeize
3) wie 1), mit Pottasche entwickelt
4) ungefärbte Wolle zum Vergleich
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Verfasst von kirkoe
27.Juni 2008
nachdem mein Vorrat an handgesponnener Wolle aufgebraucht ist, musste ich heute für Nachschub sorgen:

ich spinne die Wolle so, wie sie vom Schaf kommt, ich finde, sie lässt sich dann besser verspinnen und die Hände werden durch das Wollfett wunderbar weich. Meistens verzwirne ich 2 Fäden …. und erst nach dem Haspeln wird die Wolle gewaschen.
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spinnen, wolle |
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Verfasst von kirkoe
27.Juni 2008
diese Frage drängt sich mir auf bei allem Pflanzlichen, das mir in die Hände fällt …
Versuch macht bekanntlich klug … nun also …

… getrocknete Bananenschalen (hab’ ich eigentlich schon erwähnt, dass bei mir nichts weggeworfen wird? ;o) )
Nach dem üblichen Verfahren: zerkleinern - einweichen - auskochen - abkühlen - filtern usw. sieht das Färbeergebnis auf handgesponnener Schafwolle so aus:
von links nach rechts:
1) ungefärbte Wolle zum Vergleich
2) vorbehandelt in Rhabarberblättersud
3) auf Alaun-Kaltbeize
(in Wirklichkeit sind die Farben nicht ganz so intensiv)
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Verfasst von kirkoe
26.Juni 2008
versteckt hinter hohem Gras und Brennesseln entdeckte ich neulich in meinem Garten diese Pilze an einem Baumstumpf:

Die frischen Pilze habe ich mit Regenwasser angesetzt eine Nacht stehen gelassen, am nächsten Tag ausgekocht, über Nacht auskühlen lassen und anschliessend die Färbeaktion mit handgesponnener Schafwolle - vorgebeizt mit Alaunkaltbeize - begonnen.

Die Ergebnisse von links nach rechts:
1) ungefärbte Wolle zum Vergleich
2) nuanciert mit Pottasche
3) nuanciert mit Kupfer
4) Nachfarbe, nuanciert mit Eisen
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Verfasst von kirkoe
18.Juni 2008
nachdem sich an der Strickfilztasche auch nach weiteren Waschgängen in der Waschmaschine und durch zusätzliches Nachfilzen von Hand nichts geändert hat (die gelben Felder verfilzen einfach nicht), habe ich einen neuen Versuch gestartet - wieder mit handgesponnener und pflanzengefärbter Wolle

Nach 2 Waschgängen ist zu erkennen, dass alle Felder gleichmäßig geschrumpft sind. Hier die Vorderseite:

und hier die Rückseite:

Die Henkel sind erst einmal zur Probe angelegt, ich werde sie wahrscheinlich aus dunklerem Leder anfertigen. Außerdem spiele ich mit dem Gedanken, die Tasche abzufüttern und dabei ein paar Innenfächer und vielleicht einen Reißverschluss einzunähen.
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Verfasst von kirkoe
9.Juni 2008
nach 3 Waschgängen in der Waschmaschine (1x bei 60° und 2x bei 90°C) zeigt sich, dass einige Partien der Tasche wunderbar verfilzt sind - so wie beabsichtigt - andere jedoch nahezu unverändert sind.
Seltsamerweise ist auch hier - wie schon bei der I-Cordkette - zu beobachten, dass es vor allen Dingen die Felder aus hellgelb gefärbter Wolle sind, die sich nicht verfilzen lassen. In der Detailaufnahme gut zu erkennen: das helle Feld unten sieht fast so aus wie vor dem Filzen.

Ich werde jetzt noch versuchen, die betreffenden Felder von Hand nachzufilzen … hoffentlich bringt es ‘was … oder hat jemand noch eine zündende Idee?
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filzen, stricken |
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Verfasst von kirkoe
7.Juni 2008
die Tasche ist fertig gestrickt, die Fäden sind vernäht … und nun geht’s ab in die Waschmaschine … ich gebe zu: ein bißchen mulmig ist mir schon dabei, schließlich steckt jede Menge Arbeit in diesem Stück … vom spinnen über das färben bis hin zum stricken …
Vorder- und Rückseite der Tasche sind unterschiedlich in der Farbverteilung:


Als Abschluss habe ich noch einen I-Cord-Rand gestrickt, damit die Ränder schön sauber aussehen.

na dann also: Augen zu … und durch ….
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Verfasst von kirkoe
6.Juni 2008
von der Vorderseite sind jetzt drei und zwei halbe Teile fertig

von der Rückseite sind es ein ganzes und 2 halbe Teile

ich habe also schon 6 von insgesamt 13 Teilen gestrickt. Auf die in Erwägung gezogene Erweiterung werde ich verzichten, die Ausmaße sind schon jetzt kollossal … durch das anschließende Filzen schrumpft das fertige Stück zwar noch ein bißchen, aber ich will es mit der Größe ja nicht übertreiben…
im Moment beschäftigt mich die Henkel-Frage … mir schweben mehrere Varianten vor:

Variante A:
Tragetasche, 2 gerade Holzstäbe als Tragegriffe
Variante B:
ebenfalls Tragetasche, gebogene Bambusgriffe (fertig gekauft) oder Ledergriffe (?)
Variante C:
Schultertasche mit langen I-Cords
Da ich IMMER Schultertaschen trage, sollte ich vielleicht ‘mal die eingetretenen Pfade verlassen und mich dieses Mal für eine Handtaschenvariante entscheiden ….
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Verfasst von kirkoe
4.Juni 2008
… durch diese Tasche

habe ich wieder zur Nadel gegriffen. Geplant ist das Ganze als Strickfilztasche. Aus dem letzten Projekt habe ich gelernt: KEINE Krausrippen, sonst wird es nach dem Filzen zu dick, also stricke ich glatt rechts. Material ist selbst gesponnene und mit Pflanzen gefärbte Schafwolle, die Nadelstärke ist 9.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die Tasche durch anfügen weiterer Quadrate noch erweitere, oder ob ich die Aufteilung so übernehme. Das kann ich ja immer noch entscheiden …

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Verfasst von kirkoe