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kein weißes Garn, sondern GRÜN … kein zentriertes, symmetrisches Muster, sondern ein Paisley- Motif …

dieser Stein verrichtet bei mir seine Arbeit als Notizzettel-für-nächtliche-Ideen- Beschwerer

und diese beiden Steine hier sind neu im stein- reich

Restestricken

die Zeit ist nicht mehr weit, in der man etwas Wärmendes am Hals sehr zu schätzen weiß … ich habe schon ‘mal vorgesorgt und einen Halswärmer aus Resten von pflanzengefärbter Merinowolle gestrickt. Ein einfacher Schlauch – 150 Maschen in Runden gestrickt mit Nadelstärke Nr.3 – es wird glatt rechts gestrickt – das Muster entsteht durch abgehobene Maschen (beschrieben in dieser Anleitung bei ravelry.com) – unterbrochen werden die bunten Abschnitte durch links gestrickte Rippen.
Die linke Seite sieht anders aus als die rechte, beide Seiten sind jedoch vorzeigbar, so dass das Stück mal von der einen, mal von der anderen Seite getragen werden kann.

erste eigene Ernte

vor 2 Jahren als einjährige Pflanzen gesetzt, konnte ich heute zum ersten Mal eigene Krappwurzeln ernten:

nun werden sie getrocknet und geschnitten und dann kommt demnächst auch das ROT aus dem eigenen Garten …

… die Pilze wachsen wie verrückt … Feuchtigkeit haben sie ja genug abbekommen … was Anfang August an meiner geheimen Sammelstelle noch wie hingesprühter gelber Bauschaum aussah …

erschien 6 Tage später schon so:

und hat sich wiederum 12 Tage später zu zwei Prachtexemplaren der Gattung Phaeolus Schweinitzii oder Kiefernbraunporling entwickelt, die ich an einem luftigen Ort getrocknet habe, was übrigens immer ohne Probleme funktioniert.

Ich hatte schon meine Befürchtungen gehabt, dass der Pilz in diesem Jahr nicht wieder erscheinen würde, hatte man doch die Fichte, an dessen Fuß er jedes Jahr wuchs, im vergangenen Herbst gefällt.

Im englischsprachigen Raum wird der Pilz auch Dyer’s Polypore genannt. Das hat seinen guten Grund: im jungen Zustand färbt der Pilz bei einer Direktfärbung auf Wolle ein sattes Gelb, das mit Eisenessig zu einem schönen Grün entwickelt werden kann, Färbungen mit älteren und vorjährigen Exemplaren sollen Brauntöne ergeben. Die Färbeflotte ist sehr ergiebig und man kann in mehreren Zügen färben – wie hier bei meiner Färbeaktion im letzten Jahr:

und hier ein Strang Sockenwolle, bei dem der Pilz den gelben und den grünen Bereich gefärbt hat – ergänzt durch das leuchtende Rot der Färbung mit Krapp:

diesen und weitere Stränge frisch aus dem Färbetopf gibt es hier:
die farben der natur

David und Goliath

mehr als ein Kilogramm bringt der neueste Häkelstein auf die Waage … im direkten Vergleich mit dem bisher kleinsten Stein ein richtiger Riese:

weitere Infos im stein- reich

Sonne und Regen …

nein, das ist NICHT der aktuelle Wetterbericht ;o) , sondern die Beschreibung, wie aus meinen solargefärbten Kammzügen vom Sommer 2010

ein Tuch/ Schal nach der Anleitung Rainbow Stairs von Alpenrose wurde:

zunächst einmal habe ich die Wolle (Blue Face Leicester) mit meinen Handkarden kardiert und versucht, durch Mischen möglichst sanfte Übergänge zu schaffen. Dass das nicht ganz gelungen war, zeigte sich später beim Verstricken.

danach habe ich die einzelnen Farbpartien halbiert, mit jeder Hälfte in gleicher Reihenfolge je ein Singlegarn gesponnen, die ich dann miteinander verzwirnt habe.

Dann verschwand das Regenbogengarn zunächst einmal in meinem Wollvorrat, weil mir irgendwie das passende Projekt dafür fehlte. Das änderte sich in dem Moment, als ich auf oben erwähnte Anleitung stieß.
Ich habe das Garn ausgewogen (ca. 110g) und etwa bis zur Hälfte der Menge die Zunahmen gestrickt, bis das Tuch wieder schmaler werden sollte. Bei dem Muster kann man allerdings von der Zunahmen- zur Abnahmenhälfte immer nur nach 36 Reihen wechseln, weil sonst die Rechnung nicht aufgeht … ich wollte natürlich so viel wie möglich aus der vorhandenen Menge herausholen und möglichst wenig übrig behalten. Im ersten Versuch ging meine Kalkulation nicht auf, es fehlen am Ende einige Zentimeter des Tuches. Mein Versuch, durch abwechselndes Einstricken eines andersfarbigen Garnes den Restfaden zu strecken, war nicht überzeugend … das Indigoblau stach zu sehr aus der Farbpalette heraus …

hinzu kam, dass mir der Übergang von grün zu gelb nicht gelungen war … an vielen Stellen waren die Übergänge ganz sanft und fließend, dieser Übergang war viel zu abrupt … ich hätte mich nur ständig geärgert, wenn ich das Tuch so gelassen hätte, also habe ich geribbelt … mehr als die Hälfte des Tuches …
Ich hatte keinerlei grüne oder gelbe Fasern mehr, die ich noch hätte vermischen können, nur noch einen kleinen Rest grün in einem Farbton ungefähr dazwischen, den ich schnell zu einem kleinen „Verlängerungsknäuel“ versponnen habe …

die Mischung der Farben erfolgte dann durch abwechselndes Verstricken der schon vorhandenen Farben und dem neuen Knäuel. Das ist natürlich nicht unsichtbar und bildet einen deutlichen Bruch … auf der einen Seite mehr …

als auf der anderen Seite

aber ich finde, gerade dieser Bruch macht das Tuch interessant.

Das Tuch ist (vor dem Waschen) 160cm lang und an der breitesten Stelle 28cm breit …
gestrickt mit Nadelstärke 4

und das ist der Rest vom Garn:

Waid – ohne alles

in kleinem Umfang hatte ich diese Methode, mit frischen Waidblättern ohne Einsatz von Wärme und Chemikalien zu färben, schon mehrmals ausprobiert:  hier und hier und hier . Angeregt dazu hatte mich ein Artikel von Dorothea Fischer, die diese Färbemethode – allerdings mit frischen Färberknöterichblättern – auf ihrer Webseite beschreibt.

Dieses Mal habe ich einen 10-l-Eimer voll frischer Waidblätter geerntet und 2 Stränge Lace- Merino (jeweils 100g) damit gefärbt. Ich bin davon überzeugt, dass man noch intensivere Töne auf diese Art erreichen kann, in diesem Jahr war mein Waid jedoch nicht mit Sonne verwöhnt worden, um viel Farbstoff zu produzieren … trotzdem gefällt mir das Ergebnis … und nebenbei: ich liiiiiebe den Geruch der frischen Waidblätter …

schon seit Tagen wartete ich darauf, endlich auf Pilzjagd gehen zu können … heute war es soweit … und es hat sich gelohnt: über die Samtfußkremplinge stolpert man zur Zeit regelrecht.
Diese Pilze können sehr unterschiedlich aussehen, sind jedoch immer gut zu erkennen an ihren dunkelbraunen samtartigen „Füßen“:

zwei Körbe voll habe ich nach Hause gebracht … die eine Hälfte habe ich zum Trocknen vorbereitet,

die andere köchelt gerade im Färbetopf vor sich hin:

Steine …

… so weit das Auge reicht …

die Suche nach dem PERFEKTEN Stein gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet …
er sollte die richtige Größe und Form haben, von allen Seiten schön rund geschliffen sein ohne Dellen oder Ausbuchtungen, eine möglichst glatte Oberfläche haben und von der Farbe her eher dunkel sein … die Anforderungen sind hoch, wenn ein Stein von mir „umgarnt“ werden will …

obwohl ich heute an der Flensburger Förde nicht den perfekten Stein gefunden habe: das Suchen ist ein Teil des Vergnügens … man könnte mich getrost an einem steinigen Strand aussetzen und erst Stunden später wieder abholen … das wäre mir immer noch zu früh …

allmählich ist der Zeitpunkt gekommen, mich von einigen meiner Schätze zu trennen, denn wider Erwarten war der Spaß nicht nach den ersten drei Steinen vorüber …

weitere Steine und Infos HIER

… ob ich meinen (abgewandelten) Nessie mag. Von der Form her gefällt er mir schon … auch läßt er sich wunderbar drapieren und auf verschiedene Arten tragen … aber die Faaaaarbe … das ist mir viiiiiiiel zu grün …

Dabei steckt jede Menge Arbeit in diesem Teil:
begonnen hat alles damit, dass ich einen langen Farbverlauf mit Pflanzen färben wollte … dazu habe ich zunächst einmal meine uralte Strickmaschine, die ich vor Jahrzehnten (ja, wirklich) auf einem Flohmarkt günstig erworben und seitdem erst einmal benutzt hatte, aus einer dunklen Ecke hervor gezogen und mich in die Anleitung vertieft. Alles nicht so schlimm … schon bald hatte ich 100g Merino zu einem Schal verarbeitet. Diesen Rohling habe ich dann abschnittsweise mit verschiedenen Pflanzen gefärbt und nach dem Trocknen wieder geribbelt und zum Knäuel gewickelt.

Schon an dieser Stelle überkamen mich leise Zweifel, was die Farbkombination betraf … aber ich habe das Knäuel tapfer angestrickt (manchmal erlebt man ja auch eine Überraschung) … das Ende der Aktion: grauenvoll … erneute Ribbelaktion … und Überfärbung mit Indigo … das Resultat: sehr grün

Nun ja, vielleicht gewöhnen wir uns ja noch an einander … ich werde auf jeden Fall erst einmal die Fäden vernähen, das gute Stück waschen … und dann sehen wir ‘mal, wie’s weiter geht.

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