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Posts Tagged ‘färbepflanzen’

Beim Sammeln von Schilfblüten bin ich auf zwei Pflanzen gestoßen, die ich noch nicht auf Färbetauglichkeit getestet hatte, die ich aber – weil sie hier reichlich am Feldrand vorhanden sind, durchaus wieder in Erwägung ziehen könnte, wenn ich einen Gelbton brauche. Bei der groben Identifizierung half mir mein Pflanzenbestimmungsbuch, das mich schon seit vielen, vielen Jahren begleitet: Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer)

Es handelt sich um eine Melde- und um eine Knöterichart.

Melde

Knöterich

Und weil mir die Farben gut gefielen, habe ich ein paar Sockenwollstränge partiell damit eingefärbt. Dazu kamen Mädchenauge und Waid, der bei der Überfärbung die Gelbtöne in Grün verwandelte.

Diese und weitere Stränge gibt es demnächst im Shop.

Ach ja … ich war ja eigentlich zum Schilfblütensammeln losgezogen … auch die wurden verwendet und die Färbung mit Waid „abgerundet“:

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Ich hätte heulen können, als klar wurde, dass der Orkan Christian nicht nur eine meiner Birken umgelegt und meinem Gewächshaus übel mitgespielt hatte. Auch meine vor mehr als 20 Jahren gepflanzten – inzwischen ca. 12m hohen Wildkirschbäume – wurden entwurzelt und waren nicht mehr zu halten.

Inzwischen sind die Bäume gefällt, die Stämme zerlegt und zum Trocknen aufgeschichtet und wir denken über die Anschaffung eines Kaminofens nach.

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Die Äste sind zu Haufen zusammen getragen.

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Es iss’ ja wie’s iss’ und es gibt Dinge, die kann man nicht ändern … und wenn ich mir die Sache aus der Nähe betrachte, gibt es auch etwas Positives: ich verfüge jetzt über jede Menge Färbematerial.

Viele der Äste sind bedeckt mit Flechten, die sich wegen der Feuchtigkeit sehr gut mit dem Messer abschaben lassen

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wenn die Flechten geerntet sind, kann ich die Rinde abschälen:

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und beim Sägen sind jede Menge Sägespäne angefallen,

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die ich schon einmal probeweise in Wasser mit Waschsodazusatz ziehen lasse

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Demnächst erwarten euch wahrscheinlich hier einige Tauschangebote.

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Krappernte

vor zwei Jahren war meine Krappausbeute noch recht übersichtlich, in diesem Jahr konnte ich schon so viele Wurzeln ausgraben, dass sie einen 10-Liter-Eimer füllten:

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ich habe vier Krapppflanzen, die in einem 1,5x 1,5m großen Hochbeet aus aufeinander geschichteten Ziegelsteinen in Komposterde wachsen. Zur Ernte der Wurzeln habe ich die Pflanzen mit der Grabgabel vorsichtig heraus gehoben und dann das ganze Beet ca. 50cm tief umgegraben und die dabei erscheinenden Wurzelstücke heraus gesammelt. Danach habe ich die Pflanzen wieder eingesetzt und gut angegossen. Morgen bekommen sie noch eine neue Lage Kompost obendrauf, damit sie im kommenden Jahr wieder fleißig Wurzeln produzieren.

Die ausgegrabenen Wurzeln müssen nun trocknen und 1-2 Jahre lagern, bis sie zum Färben benutzt werden. Warum sie so lange lagern sollen, ist mir nicht klar, vielleicht weiß jemand von euch mehr darüber.

Die vor 2 Jahren geernteten Wurzeln kamen in diesem Jahr zum Einsatz: als Solarfärbung zusammen mit selbstgesponnener Wolle im Glas. Das Ergebnis ist nicht sehr kräftig ausgefallen, weil ja relativ wenig Färbematerial vorhanden war und die Wurzeln doch noch recht zart und dünn waren.

eigenerkrapp

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gerade entdeckt: eine „Anleitung zum Anbau der Färberpflanzen Waid, Krapp, Wau und Färberkamille“

 

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vor 2 Jahren als einjährige Pflanzen gesetzt, konnte ich heute zum ersten Mal eigene Krappwurzeln ernten:

nun werden sie getrocknet und geschnitten und dann kommt demnächst auch das ROT aus dem eigenen Garten …

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früher traf man auf Schritt und Tritt auf Lupinen, ich musste jedoch ganz schön suchen, bis ich endlich fündig wurde … man ahnt ja gar nicht, was sich in dieser Pflanze für Farben verstecken:

Mit etwa 20 Blütenständen konnte ich insgesamt ca. 200g Merino (kalt vorgebeizt) färben.
Für die Türkistöne, die ich in drei Zügen gefärbt habe, habe ich nur die Blüten verwendet, die übriggebliebenen Stengel ergaben das Gelb-Grün.
Unverständlicherweise habe ich noch keine Lupinen in meinem Garten … aber das wird sich jetzt ändern …
Kann vielleicht jemand etwas zur Lichtechtheit von Lupinenfärbungen sagen? Ich kann das leider zur Zeit nicht testen, weil es offenbar hier im Norden keine Sonne mehr gibt …

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ich kann im Internet surfen, auf einen interessanten Artikel zum Thema Färben stoßen, aufspringen, in die Marsch gehen, kurze Zeit später mit Färbematerial nach Hause kommen … und eine halbe Stunde später hat die Farbextraktion schon begonnen …
so geschehen gestern, als ich bei Yuki aus Japan einen Blogbeitrag zum Färben mit Erlenzapfen fand … ich war zwar schon früher in Jenny Deans Buch Wild Colour darüber gestolpert, hatte die Umsetzung aber immer wieder aufgeschoben, weil so viel anderes frisches Färbematerial auf mich wartete und ich dachte: das kannst du immer noch machen …

Gestern war es nun so weit : ein kleiner Spaziergang in die verschneite Marsch brachte mir zwei Hände voll Erlenzapfen (erst einmal nur zum Testen – Nachschub ist in ausreichender Menge vorhanden), die ich mit heißem Wasser übergoß und über Nacht ziehen ließ … heute morgen war die Farbbrühe tief dunkelbraun, so dass ich alles nur einmal kurz aufgekocht habe.

Das Ergebnis der anschließenden Färbung auf Sockenwolle sieht so aus:

links 2 ungebeizte Probestränge, rechts 2 Stränge auf Alaun- Kaltbeize, die jeweils rechtsliegenden Stränge beider Paare sind mit wenig Eisenwasser entwickelt worden und ich finde es beeindruckend, was für ein schönes dunkles Grau dabei entstanden ist. Der Unterschied zwischen ungebeizten und vorgebeizten Strängen ist nur gering.

Eigentlich mache ich meine Färbeexperimente ja nur mit Wolle, aber da Yuki davon berichtet hatte, dass die Erlenzapfen viel Tannin enthalten und sich deshalb gut als Beize für Pflanzenfasern eignen, hatte ich auch Baumwolle mit im Farbbad:

auf der linken Seite: 2 Streifen eines alten weißen Baumwoll-T-Shirts, daneben 2 Stränge einer Baumwoll/ Leinenmischung, alle ohne Vorbehandlung. Die jeweils rechts liegenden Stränge wieder mit Eisenwasser entwickelt. Jetzt muss ich nur noch Strang 1 und 3 zusammen mit 2 entsprechenden unbehandelten Vergleichssträngen in einem anderen Farbsud färben und sehen, ob die mit Erlenzapfen vorgebeizten Stränge die Farbe tatsächlich besser aufnehmen.

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