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Posts Tagged ‘wolle’

Doppelpunkt …

… oder: jedes Ding hat 2 Seiten …

… heute ‚zeige ich mal etwas Unfertiges .. sozusagen ein wip, ein „work-in -progress“ … das auch wahrscheinlich längere Zeit in diesem Zustand verbleiben wird, denn die Arbeit daran geht nur langsam voran …

es handelt sich um sogenanntes „double knitting“ … dabei wird praktisch ein Strickstück gleichzeitig mit einer Vorder- und Rückseite angefertigt … wobei das eingestrickte Muster der einen Seite als Negativmuster auf der anderen Seite erscheint …

hört sich kompliziert an und wahrscheinlich sagen hier ein paar Bilder mehr als tausend Worte …

das Stück soll ‚mal ein Schal werden … die Länge hängt von meinem vorhandenen Material (50g pro Farbe) ab … noch ist es etwas kurz, aber ich denke, zur Demonstration beider Seiten reicht es schon ;o)

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so oder so ähnlich sieht es seit Tagen hier aus – wenn man sich traut, aus dem Fenster zu sehen … (es sieht wahrscheinlich auch dann so aus, wenn man gerade nicht hinsieht … aber ich schweife ab). Also, kurz gesagt: das Wetter ist zum brägenklöterig werden …. (ich liiiiebe dieses Wort) … für diejenigen, die des Plattdeutschen nicht mächtig sind: das Wort setzt sich aus Bregen (Gehirn) und Klötern (Klappern) zusammen – sozusagen „klapperig im Gehirn“ und bedeutet ungefähr soviel wie verwirrt oder verrückt ….

Eben dieses Wetter erweckte nun gestern in mir den unbändigen Wunsch nach etwas FARBE … wozu hat frau im Sommer fleißig Pflanzen gesammelt und getrocknet? … richtig: um die grauen Wintertage etwas bunter zu gestalten. Und so gelangen mir dann mit 56g getrockneten Schilfblüten auf 150g kalt gebeizter Merinowolle in 3 Zügen diese Farben:

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bevor der erste Frost kommt …

… habe ich schnell noch die letzten Blätter meines Waids gerettet und Rohwolle damit gefärbt.

unten:
die abgeschnittenen Waidblätter habe ich gewaschen, zerkleinert, mit kaltem Wasser übergossen, mit dem Pürierstab des Handmixers geschreddert und einige Zeit stehen gelassen. Dann habe ich das Pflanzenmaterial abgesiebt und zur späteren Verwendung beiseite gestellt. In die grüne Farbbrühe habe ich gewaschene Rohwolle eingelegt, ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, anschliessend an der Luft ebenso lange verblauen lassen. Diesen Vorgang habe ich so lange wiederholt, bis der Farbton nicht mehr dunkler wurde.

rechts oben:
das beiseite gestellte Pflanzenmaterial habe ich noch einmal mit Wasser aufgegossen und ausgekocht, nach dem Abkühlen und Absieben die Wolle eingelegt und bis kurz vor dem Kochen erhitzt, dabei dem Farbbad einen Löffel aufgelöstes Alaun zugegeben. Ich bin ganz erstaunt über den Lachston, der dabei herausgekommen ist, ich hatte eher mit einem blassen Grün-Gelb gerechnet.

links oben:
ungebeizte Wolle in einen Teil des bereits benutzten Kaltauszug eingelegt und erhitzt

Nach dem Trocknen werde ich die Wolle kardieren und zu einem Multicolor-Garn verspinnen.

English version:
Just in time before the frost is to come I cut the leaves the snails had left on my woad plants, washed them, cleaned and chopped them, and then put it in the blender adding cold water. Before straining the dark green liquid I let it sit for a while. The blended leaves I put aside for later use.
I let unmortanded wool soak for half an hour in the cold liquid, then took it out to let it air another half an hour, let it soak again and so on until I got the color shown on the bottom of the picture.

The color on the left top I got on unmortanded wool by heating the liquid and let it simmer for a while.

Then I took the blended leaves I had put aside, added water and let it boil. After cooling and straining the liquid, I put in some wool, added a little alumn and let it simmer . The color on the right top was really surprising to me, I had expected a light yellow or something like that … but I like how it turned out.

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… wie dieser stürmische Sonntag schreit geradezu nach ein bißchen Wärme und Farbe ….
also habe ich mir meine „Backofenfärbungen“ vorgenommen, ein paar Herbstfarben zusammen gestellt und ein einfädiges Garn mit unregelmäßigen Farbabschnitten gesponnen.


Dieses Garn habe ich mit sich selbst verzwirnt und heraus gekommen ist ein Garn in warmen Farben, das mich an Herbstlaub erinnert.


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… ein Effektgarn zu spinnen … dazu habe ich viele kurze Fäden unterschiedlich dicker pflanzengefärbter Wolle mit dünn gesponnener natur-grauer Schafwolle verzwirnt:

und das Ganze dann zu einer quer gestrickten Mütze verarbeitet:

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Mein Walnussbaum ist erst ein paar Jahre alt und hat in diesem Jahr noch wenig Früchte getragen, aber ich bin trotzdem gut mit grünen Walnussschalen versorgt worden.

Das folgende Bild zeigt Rohwolle in der Flocke und Stränge gekaufter Merinowolle. Die verschiedenen Farbtöne haben sich – ohne Vorbeize – allein durch unterschiedliche Färbetemperaturen (z.T. auch kalt) ergeben.

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Mein erster Färbeversuch mit Samtfusskremplingen brachte mir zu meiner großen Freude auf handgesponnener Schafwolle kräftige Violetttöne:

Dadurch ermutigt , hatte ich mir vorgenommen, zwei 100g- Stränge gekaufte Merinowolle mit diesen Pilzen zu färben und war sehr enttäuscht, als nur ein schmutziges Oliv-grün dabei heraus kam. Dieses Phänomen beschreibt auch Karin Tegeler in ihrem „Leitfaden zum Färben mit Pilzen“: mal gibt der Pilz ein Violett, mal ein Olivgrün.

Da mir das Oliv-grün zu langweilig war, habe ich die beiden Enden der Stränge durch Zusatz von Eisenwasser, bzw. Pottasche nuanciert:

Mit doppeltem Faden verstrickt wurde daraus ein Schal nach einem Design Norah Gaughan , der mir gut gefällt.


Nur: das Rätsel um den Samtfusskrempling ist noch nicht gelöst …

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